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Unbegrenzter Datenfluss in Echtzeit

on Friday, 19 May 2017. Posted in Press Release, General

Nominiert für den Innovationspreis: CTS GmbH, Burgkirchen

Published at Wirtschaftszeitung by Mechtild Angerer


Freie Bahn den Prozessdaten: Die Firma CTS und inmation präsentieren eine Software, die die Vernetzung einzelner Produktionseinheiten und -standorte auf ein neues Level hebt.

BURGKIRCHEN. Totale Vernetzung, Internet der Dinge, Cloud Computing, Big Data und webbasierte Tools: Es ist der ununterbrochene Datenfluss, der die Produktion des 21. Jahrhunderts — Stichwort „Industrie 4.0" — zu bestimmen scheint. Doch die Betonung liegt auf „scheint", denn derzeit wird dieses Ziel noch sehr unvollständig erreicht. Ein Grund dafür ist der bunte Strauß an Softwares und Systemen, die in den meisten Unternehmen für die verschiedensten Anwendungen eingesetzt werden. Sie sind nicht nur jeweils verschieden neu und damit auf unterschiedlichen Aktualitäts- und Performance-Levels, sondern unterscheiden sich auch im Grad ihrer Integrationsfähigkeit.

Entscheidungen auf optimaler Datenbasis treffen


Die Burgkirchener Firma CTS GmbH — das Kürzel steht für „Competence for Technical Solutions" — hat es sich als Systemintegrator zur Aufgabe gemacht, dem unterbrechungsfreien Datenfluss den Weg zu ebnen. Alle Prozessdaten, Alarme und Ereignisse sämtlicher Produktionssysteme sollen nicht nur innerhalb eines Standorts, sondern auch zwischen verschiedenen Unternehmensstandorten weltweit in Echtzeit verfügbar sein. Und dort zu einer fundierten Datenlage führen, die — von Menschen oder automatisch getroffene — sinnvolle Untemehmensentscheidungen ermöglicht. „Das Ziel ist immer die optimale Performance", erklärt Erich Eichberger, der bei CTS für alle Fragen der industriellen Datenerfassung zuständig ist. Als Mittel zu diesem Zweck implementiert CTS das 360° Operations Support System „System Inmation", ein vom Steuerungsanbieter unabhängiges Connectivity- und Informationsmanagementsystem für alle Anforderungen der Industrie. „Es ist nicht möglich, die Anforderungen von Industrie 4.0 mit Softwaresystemen der letzten 30 Jahre zu bedienen", sagt Timo Klingenmeier. Er ist Geschäftsführer der Kölner Firma inmation, die deshalb in Kooperation mit CTS die Software, die auch als „System of Systems" bezeichnet wird, neu aufgesetzt hat. inmation ist eine Ausgründung aus der Softwareschmiede Matrikon, die 2010 an den US-Konzern Honeywell verkauft wurde. CTS ist nicht nur an inmation beteiligt, sondern nimmt als interaktiver Partner vor Ort auch Einfluss auf die Entwicklung. Denn der Spezialist für Prozess- und Fertigungsautomation, der mittlerweile auf 300 Mitarbeiter angewachsen ist, hat das Ohr nah am Kunden und seinen Bedürfnissen — und hilft so dabei, in die Software Lösungen für immer mehr gängige Industrieanwendungs-Anforderungen zu implementieren. „inmation liefert die Software, CTS bricht die offene generische Plattform auf die jeweiligen Kundenspezifika herunter", formuliert es CTS-Geschäftsführer Dr. Walter Roith.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten


Das 360° Operations Support System ermöglicht ein globales unternehmensweites Echtzeit-Performance-Management, übergreifend über alle Produktionsstätten, alle bestehenden Systeme, Assets und Vertriebspunkte weltweit. Der Einsatz der Software, die seit Mitte 2015 auf dem Markt ist, hält Lösungen für die unterschiedlichsten Anforderungen bereit. So nutzt ein führender Pipelinebetreiber in den USA das System für ein untemehmensweites IT-Monitoring. Im Bereich der Prozessindustrie kann die inmation-Lösung eine globale Prozessdaten-Echtzeit-Infrastruktur darstellen, auf dem Gebiet der diskreten Fertigung (von zählbaren Einheiten) wird die standortweite Hochgeschwindigkeits-Datenerfassung genutzt, um dem Ziel des „Zero Defect Manufacturings", also der Fertigung möglichst komplett ohne Ausschuss, näherzukommen. Zum Aufbau einer globalen Maschinen-Wolke bietet sich das System zum Beispiel im Maschinenbau an.

Skalierbares System für große und kleine Kunden


Laut Florian Seidl, bei CTS auf Softwareseite für das Thema Datenerfassung zuständig, ist ein Großteil des Charmes dieser Software die beliebige Skalierbarkeit, die Anwendungen von kleinen Betrieben bis zu global agierenden Konzernen ermöglicht. „Mit diesem System kann man nicht nur Standorte weltweit miteinander vernetzen, es bringt auch mittleren Firmen, die die Verfügbarkeit ihrer Prozessdaten optimieren wollen, einen echten Mehrwert." Deshalb setzt CTS das System inzwischen zum Beispiel bei jeder neuen Roboteranlage ein — wie bei einer Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg zu diesem Thema. „Auch auf dem Gebiet der Robotik ist die Bereitstellung von Daten, zum Beispiel im Sinne einer predictive Maintenance, das A und 0", erklärt Walter Roith. Zur Entwicklung fahrerloser Transportsysteme kann das System ebenfalls Entscheidendes beitragen, denn hier geht es um die Bereitstellung von Sensorik- und Steuerungsdaten in Echtzeit — auch im Bereich der kollaborativen Robotik, der gefahrlosen Kooperation zwischen Mensch und Roboter. In dem inmation-System sieht Walter Roith noch viel Potenzial — nicht zuletzt, da es als erstes Industriesystem weltweit mit NoSQL-Datenbanken arbeitet: Diese in der Datenmenge unbegrenzte Lösung wird bisher von Datengiganten wie Google, Ebay und Co. verwendet. „Hier ist wirklich der Himmel die Grenze", sagt Roith.

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